15.05.2009

 

Wehrleiter Heiko Dewitz staunte nicht schlecht, als gegen 22:00 Uhr der Pieper

sich meldete, doch das Sirenengeheul ausblieb.

Einsatz.

Stiller Einsatz.

Unsere Hilfe wurde benötigt.

Im ehemaligen Konsum musste eine Bewohnerin ärztlich

versorgt werden, eine Krankenhauseinweisung blieb ihr

nicht verschont, da die ältere Bewohnerin,

durch ihre Erkrankung nicht mehr laufen konnte und das

Treppenhaus recht eng gebaut war, forderten die

Rettungssanitäter über die Leitstelle in Frankfurt

Tragehilfe von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an.

Das Problem, das sich nun unserem Wehrleiter

stellte war, wie bekommt er seine Kameraden zusammen.

Es wurde hektisch herumtelefoniert, da nicht jeder

Kamerad im Besitz eines Piepers ist, eilig wurden einige

Rathsdorfer aus dem Schlaf geholt, so dass man zu guter Letzt mit

5 Kameraden Frau B. aus ihrer Wohnung in den

bereits vor dem Haus stehenden Rettungswagen tragen konnte.

Die Einsatzdauer betrug in etwa 30 Minuten und endete gegen 22:30 Uhr.


03.05.2009

 

Eigentlich ist es fast schon zur Routine geworden, das Zünden des Maifeuers. Dieselben Handgriffe beim Aufstellen des Zeltes, der Bänke und Tische, dieselben Leute, dieselbe Farbe des Feuers.

Alles fast wie in den Jahren zuvor.

Allerdings nur fast.

Schon beim Abmelden unserer Wehr, zur Absicherung der Feuerstelle, informierten uns die Kameraden der Leitstelle in Frankfurt, dass wir trotz dieser Abmeldung in Reichweite unserer Wehr und somit einsatzbereit bleiben sollten, da in unserer Region zum Zeitpunkt des Feuers die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen wurde.

Zudem hatten sich die Wehren aus Altranft (zum Nachtpokalausscheid nach Seelow) und die Bad Freienwalder Wehr (zu einem Einsatz bzw. ebenfalls zum Ausscheid) bereits abgemeldet.

Pünktlich gegen 19:30 Uhr zündeten unsere Kameraden den Scheiterhaufen am Schulberg, Hitze, Rauch und Ascheflockenstiegen dutzende Meter in die Luft.

Es dauerte nicht lange, bis der Haufen, der eine ähnlich beachtliche Größe, wie in den letzten Jahren, erreicht hatte, zur Hälfte niedergebrannt war.

Nicht einmal eine Dreiviertelstunde verging, da wurden alle anwesenden Kameraden und die zahlreichen Zaungäste, durch das Geheul der Sirene erschreckt.

Wehrleiter Dewitz musste nun handeln und organisieren, so musste ein Teil der Kameraden am Maifeuer bleiben, um dessen kontrolliertes Abbrennen sicher zu stellen und der andere Teil musste zum Einsatz mitfahren.

Laut Information der Leitstelle wurde ein "Brand am Bahndamm in Richtung Altranft" gemeldet.

Mit einer 8 Mann starken Besatzung fuhren sie mit Blaulicht und Martinshorn nach Altranft, bereits auf der Fahrt dorthin waren alle Augen auf die parallel zur Straße führenden Gleise gerichtet.

Nichts.

Die Einsatzfahrt endete auf Höhe des Lidlparkplatzes, man entschloss sich noch einmal zurückzufahren, dieses Mal über Schleichwege neben den Gleisen entlang.

Nichts.

Auch der Blick direkt auf den Gleisen ließ keinen Feuerschein erkennen.

Zur Sicherheit fuhren unsere Kameraden bis zum Bahnübergang nach Altgaul, auch hier war kein offenes Feuer sichtbar..

Nachdem man sich ein weiteres Mal mit der Leitstelle in Verbindung setzte, wurde die Einsatzfahrt gegen 20:35 Uhr beendet.

Alle Kameraden fuhren erleichtert zum Maifeuer zurück, wo sie bereits mit neugierigen Blicken der Dorfgemeinde erwartet wurden.

Zusammen feierten sie bis weit nach Mitternacht, trotzdem blieb bei allen noch ein kleines, mulmiges Restgefühl in der Magengegend.