Fußball auf dem Computer soccen, in geselliger Runde Karten spielen, chatten oder das Abendessen vorbereiten, allzu viele Auswahlmöglichkeiten hatte man an diesem Sonntagnachmittag nun wirklich nicht. Das Herbsttief Laura brachte böigen Wind und unzählige Regenschauer. Nur hart gesottene verbrachten den Tag freiwillig im Freien.

Oder sie mussten die geborgene Wärme des Hauses mit der frischen Herbstluft tauschen, so wie die Kameraden der Löschgruppe Rathsdorf, die gegen 17.12 Uhr per Sirenengeheul und Pieper alarmiert wurden.Aufgeregte Hektik ließ 10 Rathsdorfer Einsatzkräfte sich am Depot einfinden. Alle zogen sich hastig ihre Einsatzuniformen über.

Wehrleiter Heiko Dewitz wollte es nicht wieder darauf ankommen lassen und nahm sofort per Handy Verbindung mit der Leitstelle auf. Was unser Glück war, da auch bei diesem Einsatz eine fehlerhafte Pieperalarmierung uns wieder einmal in die falsche Richtung geführt hätte: An Stelle von Altgaul, schrieb man uns Neugaul. Letzten Endes war es ein Sturmschaden nahe der Ziegenfarm in Richtung Wriezen. Diese Information nahm uns etwas von der Aufregung, trotzdem wussten wir nicht, was uns vor Ort erwarten würde. Unter Leitung von Wehrleiter Dewitz, fuhren Nicole Heinhaupt, Lothar Ewerth, Reinhard Jahnke, Andreas Topka, Jan Abramowski, Marko Wenda, Stephan Schmidt, Willi und Tilo Dewitz zum Einsatzort. In Höhe des Bahnüberganges auf der Kappstraße Richtung Ziegenfarm standen bereits zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei und ein von mehreren Ästen demolierter Ford. Nachdem sich einige Kameraden unserer Wehr vergewissert hatten, ob es Verletzte gibt, begannen wir mit den Aufräumarbeiten und das "Freilegen" der Straße, diese war durch mehrere dicke Äste für den Durchgangsverkehr unpassierbar. Ein Kamerad begann unverzüglich die Äste mit unserer Motorsäge zu zerkleinern, so dass wir innerhalb kürzester Zeit die Straße geräumt hatten. Gleichzeitig mit uns wurde auch ein RTW hinzu gerufen, da ein Insasse des Fords über Nasenbluten klagte. Gemeinsam schoben die Kameraden der Löschgruppe den PKW an die Straßenseite, meldeten sich ab und fuhren gemeinsam zurück ins Depot.

Eine kurze Nachbereitung, der Hinweis auf die kommende Versammlung und ein Lob des Wehrleiters ließ uns schnell wieder zurück in die geborgene Wärme der eigenen Wohnung verabschieden.