Flammenmeer über den Dächern: oder- Herbstfeuer

 

20.10.2008 

 

Bereits seit einigen Jahren zündet unsere Löschgruppe jeweils im Frühjahr und Herbst einen, mit den Jahren stets wachsenden, Scheiterhaufen.

Der Ort der mittlerweile festen Veranstaltung unserer Gemeinde ist stets derselbe, der Schulberg.

Schon von Anfang an war uns diese unebene Stolperstrecke des Schulbergs ein Dorn im Auge. Nirgends ein Platz an dem wir Bänke und Tische ausreichend entfernt vom Scheiterhaufen aufstellen konnten. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als dass wir uns- Wochen vor dem diesjährigen Feuer, eine Fläche nach unseren Vorstellungen schafften. Die Fläche war auch schnell gefunden. 

Direkt neben dem Trafohäuschen schien der perfekte Platz zu sein, auf dessen Mitte ein Baum erst verschnitten werden musste, da herabhängende, vertrocknete Äste eine Gefährdung darstellen könnten, somit ging es für Kameraden Stephan Schmidt hoch hinaus, dank seiner fachmännischer Kenntnisse und privater Ausrüstung fiel es ihm nicht schwer, den Baum richtig zu verschneiden.

Kamerad Andreas Topka verschlug es indes in die Tiefe, so musste die unebene Stelle erst begradigt, unzählige, widerspenstige Feldsteine und ältere Baumstümpfe ausgebuddelt und aus dem Weg geschafft werden.

Fast einen ganzen Vormittag buddelten und verschnitten unsere Kameraden, so dass zwei Wochen nach diesem Arbeitseinsatz, Kameradin Nicole Heinhaupt und Kamerad Jan Abramowski das Feuer anzünden konnten.

Erwartungsvolle Blicke von den kleinen Rathsdorfern, Alt- und Neugaulern, sowie die prüfenden Blicke der Erwachsenden und natürlich der restlichen Kameraden, die das Feuer absicherten, verfolgten alle das auflodernde Flammenmeer, das weit über die Rathsdorfer Dächer emporschlug.

Partymusik aus der Anlage, reichlich Alkohol und die alt bewerte Bockwurst im Brötchen, wahlweise mit Ketchup oder Senf, die Kamerad Lothar Ewerth zusammen mit seiner Frau den Zaungästen und den Kameraden anbot, feierten alle bis weit nach Mitternacht.

 


Geschweißter Brunnen

 

18.10.2008

 

Seit dem letzten Jahr bereitet uns der Brunnen auf dem Gelände der Neugauler Schafställe Kopfzerbrechen, obwohl bereits 2007 von unserem Wehrleiter eine Schadensmeldung nach Wriezen ging, rührte sich seither nichts. Noch immer kann man das obere Ende des Brunnens mit Manneskraft anheben.

Grund für die gebrochene Leitung war wahrscheinlich ein unachtsamer Landarbeiter, der mit einen Traktor gegen die rot-weiß gestrichene Umgrenzung stieß und anschließend den Brunnen in einer Tiefe von einem knappen Meter von der Leitung abbrach.

Wie nützlich dieser Brunnen eventuell mal sein könnte, zeigte uns erst ein Blick in die umliegenden Stallungen, Schafe werden hier längst nicht mehr gehütet, viel eher stapeln sich nun Stroh- und Heuballen bis unter die Dächer.

Eine Reparatur wäre somit zwingend erforderlich.

Eine Reparatur, die wir schlussendlich in Eigenleistung an diesem heutigen Tage durchführten. Dank der vorhandenen Technik und der Hilfsbereitschaft der Anwohner konnten wir uns an die Arbeit machen. Zunächst wurde der defekte Brunnen freigelegt und die Bruchstelle begradigt. Zu unserer großen Überraschung stellte sich heraus, dass er nicht zum ersten Mal an dieser Stelle abbrach.Anschließend konnte Kamerad Lothar Ewerth mit Hilfe seiner mobilen Schweißanlage den Brunnen und die dreibeinige Umgrenzung wieder fest verschweißen.Obwohl er wieder einsatzbereit ist, kamen uns Zweifel, da der Standort zwangsläufig von diversen Landmaschinen umfahren werden muss.

Trotzdem hoffen wir, auf die zukünftige Rücksicht der Landarbeiter.

Unsere Arbeit, ist auch in ihrem Sinne von Vorteil.

 


Knoten bis zur Bewusstlosigkeit- Oder: Man lernt nie aus

 

19.07.2008

 

Auf Ansprechen zeigte die vor uns liegende Person keine Reaktion, Puls und Atmung waren vorhanden.

Scheint bewusstlos zu sein, doch Eile war nicht geboten.

Im Ernstfall natürlich schon!

Dieser ist es heute jedenfalls nicht, heute wird nur geübt.

Lange Zeit haben wir die Ausbildung in unserer Wehr nur auf das Nötigste beschränkt, wenn überhaupt.

Unser Wehrleiter nutzte nun die Gelegenheit, zusammen mit Kameradin Nicole Heinhaupt, die vor kurzem den Lehrgang zum Truppführer erfolgreich bestanden hatte, nötiges Wissen auch den anderen Kameraden weiterzugeben. Gestärkt mit dem aktuellem Wissen vom Abseilen aus großen Höhen über das Arbeiten mit dem Spreizer bis hin zur Menschenrettung aus dem Gewässer.

Heute nun sollte die erste Stationsausbildung auch in unserer Löschgruppe Einzug halten.An zwei aufgebauten Stationen zeigten einerseits Wehrleiter Heiko Dewitz / Nicole Heinhaupt das 1 x 1 der Feuerwehrknoten und andererseits durfte ich (Tilo Dewitz), als gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger das A und O der Ersten Hilfe demonstrieren, wobei ich mich nur auf die Neuerungen der ehemals stabilen Seitenlage (jetzt: Seitenlage) beschränkt habe.

Ob Mastwurf oder Pahlstich, Wehrleiter Heiko Dewitz zeigt den Kameraden wie`s geht.

Nachdem die eingeteilten Gruppen beide Stationen hinter sich gebracht haben, zeigten Heiko Dewitz und Nicole Heinhaupt die Grundlage zum Abseilen aus großen Höhen, blieben selbst aber aus Sicherheitsgründen und zur besseren Anschauung mit beiden Beinen auf dem Boden.