2007


 

 

Es passiert jedem, aber mir nicht*

 oder

 Unfallbelehrung im Feuerwehrdienst

 

(11. Januar 2007)

*Zitat vom Stadtbrandmeister Jürgen Reichelt

 

 

Wer schon immer mal wissen wollte was das Wort Pyrolyse bedeutet, der war an diesem Abend in unserer geselligen Runde in der Gaststätte in Eichwerder gut aufgehoben.

 

Das neue Jahr ist keine zwei Wochen alt, da vollzog Kamerad Kettner mit “Co- Moderator” Jürgen Reichelt die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren von Altwriezen / Beauregard, Eichwerder und Rathsdorf der diesjährigen Unfallschutzbelehrung.

 

 Die Rathsdorfer Kameraden waren:

 

 1.       Heiko Dewitz

 2.       Benny Wartenberg

 3.       Tilo Dewitz

 4.       Nicole Heinhaupt

 5.       Jan Abramowski

 6.       Sven- Olaf Berger

 7.       Sven Heinhaupt

 8.       Marko Wenda

 9.       Christopher Pach

 10.     Stephan Schmidt

 

 Zwei Themen wurden Lt. GUV-V Unfallschutzvorschriften der Feuerwehren binnen ca. 75 min. abgehandelt:

 

-C 22 Sicherer Umgang mit tragbaren Leitern

 

-C 28 Sicherer Innenangriff

 

Des weiteren sollte die Eisrettung thematisiert werden, aber in Anbetracht der momentanen Wetterlage wurde dieses Kapitel bis auf weiteres verschoben.

 Bevor die beiden Kameraden in ihrem Element richtig aufgehen konnten, reichte Stadtbrandmeister Jürgen Reichelt eine Unterschriftenliste in die Reihen, hierin war die Meinung der anwesenden Kameraden gefragt, ob die Fassade des Wriezener Rathauses wieder begrünt werden solle oder nicht.

 Anschließend folgten die oben genannten Themen, die an Hand von vielen Unfallbeispielen und zwei Videos dem einzelnen Kameraden näher gebracht wurden.

 Sie ließen jedenfalls den Kopf schwerer und die

 Gesichter länger werden lassen, hin und wieder ein unglaubwürdiges Kopfschütteln und unbarmherziges Gelächter, da das Leiteraufstellen laut Vorschrift einem wesendlich komplizierter vorkommt als der Prozess der Pyrolyse.

Sage und Schreibe bis zu vier Kameraden sind dazu nötig, eine schlicht  normale Leiter richtig aufzustellen.

In diesem Fall scheint das Gelächter wirklich begründet, jedoch sollten wir stets daran denken,

dass die Sicherheit während der Einsätze an erster Stelle stehen muss,

da auch wir unser Leben und unsere Gesundheit riskieren, um Menschen zu retten.

 

 

 


Der Funkverkehr

oder

Nicht nur unser Problem

(12. Januar 2007)

 

Schon von Anfang hat hatten wir Probleme mit unserem Funkgerät, ausgehende Abmeldungen und Nachfragen konnten von der Leitstelle, die sich bis dato noch in Strausberg befand, empfangen werden, jedoch blieb der anschließende Funkverkehr wie in einer Einbahnstraße stecken, sprich wir konnten die Leitstelle nicht verstehen, das Gerät blieb stumm, so mussten bzw. müssen wir es den Bad Freienwalder Kameraden gleich tun und unsere privaten Handys nutzen.

 

Die Märkische Oderzeitung nutzte dieses Problem der benachbarten Wehr für einen Artikel.

 

 

MOZ Lokalteil vom 12.01.2007

 


 

 

Ein Rekordwinter erreicht seinen Höhepunkt

 

(18. Januar 2007)

 

 

 

Obwohl ? Kann man dieses Jahr eigentlich von einem Winter sprechen ?

 

Es waren schon wirklich regionale Ausnahmen, wenn das Thermometer in den Minusbereich abfiel.

 

Sonnenschein, Temperaturen um die +10°C und heftiger Wind bestimmte diesen Vorfrühling,

 

der mehr dem Herbst glich - und rein gar nichts mit dem Winter gemeinsam hatte.

 

Das Wetter ist eindeutig aus seinen Fugen geraten, bereits jetzt prophezeien Meteorologen einen noch heißeren Sommer.

 

 

 

Es war Anfang dieser Woche, da wurde schon leicht gemunkelt, dass ein herannahendes Sturmttief Deutschland schwer treffen wird.

 

 

 

Laut “Märkischer Oderzeitung” vom 19.01. wollte Rumen Genow aus Neuenhagen bei Berlin (MOL) seinen Vater mit einer Wetterpatenschaft zu seinem 65. Geburtstag überraschen, nun endlich war es soweit, dieses nahende Tief erhielt den Namen des Vaters:

 

 

 

                     “Kyrill” (griech.: Herr).

 

 

 

Am Mittwoch begann man die Bevölkerung vor diesem Orkantief zu waren, es soll am Donnerstagnachmittag bzw. in der Nacht zu Freitag seinen Höhepunkt erreichen:

 

 

Deutschlandweit wurde der Zugverkehr eingestellt. Sturmspitzen von bis zu 198 Km/h

Unzählige Stromausfälle. Ausnahmezustand in Berlin. Sturmflutwarnungen an der Küste.

Insgesamt 11 Todesopfer, darunter ein 25 jähriger Strausberger. Im gesamten Land Brandenburg

wurden insgesamt 2400 Feuerwehreinsätze registriert, bei diesen wurden 4 Feuerwehrmänner verletzt.

Dieses war nur ein kleiner Abriss von den Schäden, die der wütende “Kyrill” hinterlassen hatte.

Erst am nächsten Morgen, bei einer “Erkundungstour” durch unsere Gemeinde, konnten wir feststellen, dass wir vom Schlimmsten verschont blieben, lediglich ein größerer, auf die Neugauler Chaussee gefallener Ast versperrte die Durchfahrt, dieser wurde aber kurzer Hand von der Wriezener Stadtwirtschaft am nächsten Morgen entfernt.

Deutschlandweit hielten die Aufräumarbeiten noch Tage an.


 

Werner Rätz

oder

Erster Jubilant in diesem Jahr

(23. Januar 2007)

 

 

An diesem Dienstagabend konnten

Wehrleiter Heiko Dewitz und Kamerad Willi Dewitz die ersten Glückwünsche übermitteln.

 

Bereits seit 1954 Mitglied der Rathsdorfer Floriansjünger, feiert Kamerad Werner Rätz heute seinen 70. Geburtstag.

 

Obwohl er bereits seit Jahren zur Alters- und Ehrenabteilung unserer Wehr gehört, scheut er sich nicht mit kleineren Arbeiten den momentan Aktiven unter die Arme zu greifen:

 

Im Winter ist bereits Schnee gefegt;

beim Sirenengeheul sind noch vor Eintreffen der Feuerwehrmänner sämtliche Tore geöffnet;

beziehungsweise ohne weiteres Aufsehen war plötzlich der Platz um den Schlauchmasten gepflastert.

 

Im Namen aller Kameraden unserer Löschgruppe, wünschen wir

Alles Gute.

 


 

 

Aus Vier mach Eins

 oder

 Bald einsatzfähig ?

 

(29. März 2007)

 

 

Wie schon so oft habe ich in einigen Artikeln über unser klägliches Vorhaben berichtet, endlich mal eine neue wettkampffähige TS zu haben. Jahre lang mussten wir auf sämtlichen Ausscheiden bangen und hoffen, dass unser einzig gutes Stück wenigsten diesen Durchgang noch den Strapazen Stand hält.

 

Doch wie so oft blieb dieses Hoffen und Bangen unbeantwortet und wir mussten uns auf die kameradschaftliche Hilfe von den anderen Wehren berufen.

 

 “Pack die Frühjahrsmüdigkeit über Bord !”

 

So mag das momentane Motto unserer Kameraden lauten.

 

Zeit sich auf die faule haut zulegen, haben sie jedenfalls nicht dafür.

 

So stehen neben Versammlungen, Lehrgängen, das morgige Osterfeuer unserer Gemeinde und vor allem unser heutiges Treffen im Terminplan der Mitglieder.

 

 Wehrleiter Heiko Dewitz, sowie Kamerad Benny Wartenberg und Marko Wenda spuckten an diesem Abend in ihre Hände und packten unser bereits seit langem geplantes Vorhaben an:

 

 Sie wollten aus insgesamt vier vorhandenen, defekten TS eine Funktionstüchtige zusammenbauen.

 

 Gott sei Dank durfte ich mich während dieser, bis in die Nacht dauernden Arbeitsstunden

 bedeckt im Hintergrund halten, da auf diesem Gebiet der Technik nun wirklich nicht meine Stärken liegen.

 Voller staunen hielt ich diese Bastelstunden im Bild fest, unglaublich wie viele, zahllose Einzelteile sich im winzig kleinen Stall auf dem Gemeindehof binnen kürzester Zeit auftürmten und das alles noch ungeordnet.

 

“Gut“, dachte ich mir, “die drei Hobbytüftler haben wohl eine eigene Vorstellung von Ordnung“.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass sie alle Teile wieder einbauen konnten und keines fehlt.

 

Und vor allem blieb an diesem Abend auch die Frage, jedenfalls für mich, unbeantwortet:

 

 

 

Haben wir nun eine funktionierende Wettkampf - TS ?

 

 Da neben Kameradin Nicole Heinhaupt, die mal vorbeischaute, und ich anscheinend die Einzigen waren, die nicht vom Sandmann verschont geblieben wurden, mussten wir vorzeitig das geordnete Chaos verlassen.

 

Kamerad Benny und Marko werkelten derweilen noch munter weiter.

 

 Einen Ausgang dieser hoffendlichen Erfolgsstory, erfahren Sie in einem folgenden Artikel.

 

 


 

 

Applaus für die Kameraden

oder

Osterfeuer 07

(31. März 2007)

 

Allmählich kommt es mir so vor, dass Jahr für Jahr der Scheiterhaufen größer wird.

Unmassen an Holz türmten sich an der altbewährten Feuerstelle am Rathsdorfer Schulberg in die Höhe.

 

Bereits am gestrigen Freitag begannen die Vorarbeiten zum Osterfeuer, so wurde bspw. während diesem Treffen der im Haufen befindliche Müll aussortiert, der mal wieder ungeachtet abgelegt wurde.

 

Am heutigen Samstag trafen wir uns bereits um 17.00 Uhr, um den restlichen Platz für den Besucheransturm fertig zu machen, so wurde, wie auch im vergangenem Jahr ein Pavillon aufgestellt, unter dem Lothar Ewerth mit seiner Frau alles für die Verköstigung  der Besucher und Feuerwehrmitglieder bereithielten, des weiteren stellten wir Sitzmöglichkeiten um den Stand auf.

 

Gegen 19.00 Uhr kamen uns dann doch Zweifel, da es durch die Zeitumstellung der letzten Woche doch noch recht hell war.

“Macht euch LANGSAM fertig,” ordnete Wehrleiter den beiden Feuerwehrfrauen Julia Abramowski (siehe unteres Foto) und Nicole Heinhaupt an, diese waren für das Entzünden des Feuers zuständig.

Was mit Nichten keine einfache Aufgabe war, das Holz wollte und wollte nicht so,

wie die Kameraden es gerne hätten.

 

 

Hier loderte ein kleines Flämmchen, dort ein größeres und an anderer Stelle ist es gar wieder ausgegangen.

Unbemerkt von den Zuschauern halfen wir dann etwas nach und benetzten eine hintere Stelle des Haufens mit Brandbeschleuniger- und siehe da, das Osterfeuer wurde im Nu entzündet und brannte dem Sonnenuntergang entgegen bis weit nach Mitternacht.

Für die Absicherung der Feuerstelle waren in diesem Jahr folgende Kameraden verantwortlich:

Heiko Dewitz, Benny Wartenberg, Nicole Heinhaupt, Sven Heinhaupt, Stephan Schmidt und Marko Wenda.

 

Überrascht wurden diese Kameraden und auch die anderen Besucher durch eine kleine, spontane Rede von Herrn Wartenberg, der sich für diesen Abend recht herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr bedankte bzw. diese ehrenamtliche Tätigkeit wirklich zu schätzten weiß.

Applaus ging anschließend durch die Reihen der zahlreich erschienenden Rathsdorfer, Neu- und Altgauler, bevor Lothar Ewerth wieder die Musik hoch regelte.

Kurzer Hand mussten wir uns nämlich etwas einfallen lassen, da unsere DJ` s nur wenige Tage vor dem Feuer abgesagt hatten.

Egal, mit etwas Strom, zwei Boxen und einer Anlage konnten wir genauso viel Stimmung in die Rathsdorfer Nacht bringen

 


 

 

Auch in der Nacht einsatzbereit

oder

Küchenbrand

(04. April 2007)

 

„F. 3.OG in der Küche,  Nachforderung von  Wriezen“

 

 

Ich kann es immer noch nicht glauben,

 

Ich als Chronist der Freiwilligen Feuerwehr von Rathsdorf habe einen spektakulären Einsatz verpasst, von daher war ich leider nur auf den Bericht meines Bruders angewiesen, der sich wie folgt lesen lässt:

 

Ein lautes Durchzucken in Mark und Glied und der Gedanke, dass es wohlmöglich die Altranfter Sirene sei, die dort heult, riss die Kameraden aus dem Schlaf.

Erst der ungläubige Blick auf den Pieper, brachte die Gewissheit, dass die Hilfe unserer Kameraden benötigt wurde.

Zwischen Alarmierung und Abfahrt blieb nur wenig Zeit, um sich anzuziehen, zum Feuerwehrdepot zu hassten und die Einsatzuniform umzuwerfen.

Um so größer war für Wehrleiter Heiko Dewitz die Überraschung, dass selbst die älteren Kameraden bereits einsatzbereit auf die Abfahrt warteten.

Doch wohin es gehen sollte, konnte man aus dem Piepertext nicht herauslesen, von daher musste man sich mit der Frankfurter Leitstelle in Verbindung setzen, diese klappte überraschender Weise recht gut.

 

Am Einsatzort, in der Wriezener Heinrich- Lehmpuhl- Straße angekommen, orderten die Wriezener Kameraden, alle Rathsdorfer Atemschutzgeräteträger sich bereit zuhalten.

Von allen 6 anwesenden  Kameraden (Lothar Ewerth, Reinhard Jahnke, Andreas Topka, Heiko Dewitz, Nicole Heinhaupt und Marko Wenda) waren dies nur die letzten drei Genannten.

 

Vom Brand selbst war lediglich nur noch eine sehr starke Rauchentwicklung zu erkennen.

Erste Erkenntnisse vor Ort ließen darauf schließen, dass möglicherweise ein in der Küche stehender Kühlschrank Funken warf und sich dann das Feuer über den Flur bis in die restlichen Räume vorarbeitete, bevor es von der Wriezener Wehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Direkt in der Wohnung  waren auch Kamerad Marko Wenda und Heiko Dewitz, sie halfen mit, das Mobiliar aus der Küche zu entfernen.

Gespenstisch muss es ausgesehen haben, die gesamte Wohnung voller Ruß, alles schwarz,

grelles Leuchten von den auf der Drehleiter montierten Scheinwerfern und dann noch

die dumpfe Geräuschkulisse, die man über die eng anliegende Maske wahrnehmen konnte.

Obwohl die Rettungswagen einige Male fahren mussten, blieben alle Mieter unverletzt, auch die Zusammenarbeit unter den beiden Wehren funktionierte sehr gut, dass es mal hektisch wird,

versteht sich in solchen Extremsituationen doch von selbst.

 

Leider musste unsere kleine Löschgruppe einige kleinere Pannen verzeichnen, so standen beispielsweise während des Einsatzes neben unseren Strahlern auch der Werkzeugkasten seelenruhig im Feuerwehrdepot bzw. vor Ort hatten wir zu wenig Masken für die Atemschutzgeräteträger im Fahrzeug.

 

Am Tag nach dem Feuer, hieß es für Wehrleiter Dewitz, aus Fehlern zu lernen,

so suchte er zusammen mit Kamerad Willi Dewitz in unserem Fahrzeug nach einen geeigneten Platz für insgesamt drei unserer Scheinwerfer und der bereits vermisste Werkzeugkasten wurde wieder dorthin gestellt, wo er sonst immer stand, um alle Materialien schnell zur Hand zu haben.

Währenddessen sorgte Kameradin Nicole Heinhaupt dafür, dass sämtliches Schuhwerk, Helme und Handschuhe wieder im frischen Glanz erstrahlen, denn:

 

 

Nach dem Brand ist vor dem Brand !

 


 

 

 

Tagesaufgabe Feuerwehr

 

oder

 

Es brennt noch immer

 

(14. April 2007)

 

 

 

Die Feuerwehr ist wie mit dem eigenem Heim zu vergleichen, mit bauen ist man nie fertig.

 

Kaum hat man eine Baustelle beseitigt, ruft bereits die Nächste.

 

 Auch an diesem Wochenende wurde “Arbeitseinsatz” unserer Wehr mal wieder groß geschrieben .

 

Bereits um 7.00 Uhr trafen sich Julia Mannigel, Jan Abramowski, Stephan Schmidt und Nicole Heinhaupt, um zum Maschinistenlehrgang nach Srtausberg aufzubrechen.

 

Nur eine Stunde später trafen sich die restlichen Kameraden zum Großeinsatz, bei dem die, tief im Boden liegende Stromleitung, die unser Feuerwehrdepot versorgt freigelegt wurde, da am kommenden Montag dieser Anschluss erneuert werden muss.

 

Durch diese Vorarbeit entstehen geringere Kosten bzw. ein erschwertes Ein- und Ausfahren  mit unserem Fahrzeug, das wirklich Fingerspitzengefühl benötigt.

 

 Als der “Schützengraben” ausgehoben wurde, nutzten Kamerad Marko Wenda und Reinhard Jahnke die Zeit, um an der zusammengebauten TS weiter zu basteln. Man mag es kaum glauben, sie funktionierte sogar, allerdings nur zum Teil, das Wahre scheint es noch nicht zu sein, was bedeuten soll, dass man noch weitere Stunden zum Bauen benötige.

 

 Erst die brennende Mittagshitze ließ die Arbeiten für einige Stunden ruhen. Als dann unsere zukünftigen Maschinisten um ca. 16.00 Uhr wieder zurückkamen ging der Feuerwehrsamstag weiter:

 

Kamerad Willi Dewitz ist bei einem Kontrollgang aufgefallen, dass das Osterfeuer, das bereits einige Wochen her ist, immer noch vor sich her brennt.

 

Um eine mögliche Brandquelle auszuschließen, entschieden wir uns diese Feuerstelle noch einmal gründlich abzulöschen.

 

Weitere kleinere Arbeiten am Feuerwehrfahrzeug dauerten dann bis in die frühen Abendstunden.

Aber ein Ende war noch nicht in Sicht, so entschied man sich kurzer Hand, den Samstag mit `ner gegrillten Wurscht, Bier und Chips ausklingen lassen.

 

 

Das nächste Feuerwehrwochenende kommt bestimmt.

 


 

 

 

Inoffizieller Einsatz

 

oder

 

Übung: Osterfeuer II

 

(19. April 2007)

 

 

 

 

 

Privat gezündete Osterfeuer sind in unserer Umgebung keine Seltenheit, so dachte sich auch der Neugauler Finke und meldete Ordnungsgemäß sein Vorhaben an.

 

Trotz höchster Waldbrandwarnstufe wurde ihm erst kurzfristig sein Feuer für den 31.März genehmigt.

 

In sämtlichen Gemeinden wurden diese Feuer abgesagt, nur in Neugaul stieg pünktlich zum Abend eine kräftige Rauchwolke in den brandenburgischen Himmel.

 

Unbekümmert ließ man den zum Berg getürmten Holzstapel niederbrennen, die Sorgen hatten jedenfalls in diesem Moment die Anderen, so auch der Amtsbrandmeister für den Bereich Barnim - Oderbruch Andreas Dewitz, der sich besorgt auf den Weg machte, um zu schauen, was dort hinterm Damm brenne.

 

Worin bei dieser Genehmigung die Fehlerquelle lag, sollte an anderer Stelle diskutiert werden.

 

Jedenfalls bemerkte Feuerwehrmitglied Stephan Schmidt, dass auch dieses Osterfeuer noch  nach Wochen des Zündens vor sich her glimmte und informierte unmittelbar den Wehrführer.

 

Dieser sah es als einmalige Chance an, um eine kleine Übung durchzuführen und trommelte zur Brandbekämpfung ein komplettes Team zusammen.

 

Gegen 18.00 Uhr trafen wir uns im Feuerwehrdepot, um kurz darauf auszurücken. Mit dabei waren neben Wehrleiter Heiko Dewitz, Benny Wartenberg, Stephan Schmidt, Nicole Heinhaupt, Marc Lippert und Tilo Dewitz.

 

Die Fahrt führte uns über den vorderen Damm auf die Neugauler Oderwiese.

 

Vor Ort machten wir uns erst einmal ein Bild von der gesamten Situation, um so schnell wie möglich eine Wegstrecke von ca. 120 m zu überbrücken. Schwierig schien im ersten Augenblick ein `Rankommen an eine geeignete Wasserstelle, da alles mit Schilf verwachsen war, jedoch blieb eine rasch durchgeführte Suche erfolgreich, so dass wir die Saugelängen samt Korb tief genug ins Wasser werfen konnten. Dann hieß es Schläuche ausrollen, insgesamt nutzten wir 3 B - und 5 C - Schläuche.

 

 

 

 Benny Wartenberg bediente die TS, Wehrleiter Heiko Dewitz behielt die Arbeit im Auge und gab nötige Anweisungen bzw. schippte zusammen mit Stephan Schmidt den noch immer qualmenden Aschehaufen breit, während Nicole Heinhaupt und Marc Lippert zum Angriffstrupp zählten und die Feuerstelle ablöschten. Kaum zu glauben, knapp einen Monat nach dem Zünden des Feuers stiegen bei den Löscharbeiten noch immer kleinere Flammen aus dem Ascheberg empor, kaum auszumalen, was geschehen wäre, wenn die Temperaturen noch immer über 20°C blieben.

 

Nach rund zwei Stunden beendeten wir diese geplante Übung, bauten alles ab und fuhren zurück zum Depot, wo wir die nassen Schläuche zum trocknen auf dem Masten hievten .

Ein schöner, interessanter aber für einige Kameraden auch anstrengender  Donnerstagabend ging somit zu Ende.


 

 

 

Brunnenabpumpen

 oder

 Bombenfund

 

(22. April 2007)

 

 

Ich sagte es ja bereits, das Wochenende gehört der Feuerwehr, so auch dieses.

 

 Bereits um kurz nach 9.00 Uhr morgens konnte man in müde, schlafenstrunkende Gesichter blicken.

 

Nichtsdestotrotz wurden die anwesenden Kameraden in zwei Gruppen geteilt, um sich den geplanten Arbeiten zu stellen.

 

So fuhren, unter Leitung von Wehrleiter Heiko Dewitz, Benny Wartenberg, Julia Mannigel, Stephan Schmidt und Nicole Heinhaupt zu den umliegenden Brunnen in Neugaul, am Storchenturm und in Rathsdorf, um diese, wie in jedem Frühjahr, abzupumpen.

 

Da auch den Teilnehmern am gestrigen Maschinistenlehrgang in Strausberg aufgefallen war, dass unser Feuerwehrfahrzeug ziemlich “keimig” aussieht, nutzten wir gleich den Brunnen auf der Koppel von Herrn Schlöricke als Waschanlage.

 

Ruck Zuck wurde das Fahrzeug abgespritzt, mit Handfeger in Schaum gehüllt und ein weiteres Mal abgewaschen.

Zur selben Zeit stürzten sich Lothar Ewerth, Reinhard Jahnke, Willi Dewitz, Andreas Topka,

Marko Wenda und Tilo Dewitz regelrecht todesmutig an die Arbeit auf dem Gemeindehof.

Gleich zu Beginn fingen wir an, den am letzten Wochenende ausgehobenen Schacht, in dem sich der Stromkabel unseres Feuerwehrdepots befindet, wieder zuzuschippen .

Zur Unterstützung kam zum Glück Kamerad Willi Dewitz mit seiner Gartenfräse, an der er ein Schiebeschild befestigt hatte.

Somit konnten wir innerhalb von nur wenigen Minuten den Gemeindehof wieder so herrichten, wie er vorher ausgesehen hatte.

Anschließend war warten angesagt.

Warten bis die Jugend von ihrem Einsatz wieder Heim kehrte.

Doch langweilig wurde uns nicht:

Kamerad Werner Rätz  wies uns auf einen mysteriösen Fund  am Schulberg hin.

Sollte es sich wirklich um eine Bombe aus Kriegszeiten handeln, die dort im Gestrüpp lag ?

Mit wachsender Neugierde umstellten wir das vermeintliche Objekt.

Erst zögerlich, dann ohne Hemmungen wurde das rostige Ding begutäugelt.

Im Endeffekt stellte sich heraus, dass es eine leere Patronenhülse ist.

 

Gegen 11.30 Uhr waren wir dann wieder vollzählig, räumten auf, hievten die Schläuche nach oben und verabschiedeten uns bis zum nächsten Mal.


 

 

 

Letzte Ehre

 (12. Mai 2007)

 

Bei einem Verkehrsunfall, der sich am 1. Mai zwischen Alt - und Neuwustrow ereignete, verunglückte der Wehrführer der Löschgruppe Frankenfelde,

 

 

 

Frank Kühn,

 

im Alter von 53 Jahren.

 

 

 

Alle Mitglieder aus dem aktiven Dienst und der Alters- und Ehrenabteilung erwiesen ihrem Kameraden die letzte Ehre.

 Neben der Löschgruppe Frankenfelde waren auch zahlreiche andere

 

Kameraden aus dem gesamten Feuerwehrbereich der Stadt Wriezen bzw. des Amtes Wriezen vor Ort.

 

So auch  Wehrleiter Heiko Dewitz und Kamerad Willi Dewitz.

 


 

 

 

Sturm über Wriezen

oder

Riskantes Unterfangen

(11. Mai 2007)

Am frühen Freitagvormittag flimmerte es als Ticker durchs Nachrichtenprogramm,

der Deutsche Wetterdienst warnte vor schweren Unwettern, überwiegend im mitteldeutschem Raum.

 

Dass es auch uns schwer treffen würde, hätte niemand gedacht.

Kurz nach Zwölf verdunkelte sich der Himmel, untermalt vom lauten Gewittergrollen peitschte der Hagel allerdings nur kurz über unsere Gemeinde hinweg.

Keine 10 Minuten später heulte die Rathsdorfer Sirene dreimal laut los.

Zu zweit standen wir bei der Feuerwehr,

Julia Mannigel und ich, Tilo Dewitz.

Lohnt sich ein Ausrücken ?

Fragende Gesichter blickten sich an.

Dann wurde rum telefoniert, erst holte ich Rat bei meinem Bruder, der wie die meisten anderen Kameraden arbeiten war. Er meinte nur, dass wir der Leitstelle bescheid geben müssten.

Gesagt getan, also wurde die Leitstelle in Frankfurt telefonisch kontaktiert.

Hier gab man uns die Anweisung trotzdem auszurücken, quasi als Zwei- Mann- Verstärkung, vor Ort würden wir weitere Instruktionen erhalten.

Also machten Julia und ich uns auf den Weg in die Freienwalder Straße in Wriezen.

Laut Piepertext sollte uns dort ein

umgestürzter Baum erwarten.

Doch Vor Ort bot sich uns ein Anblick

von totaler Verwüstung, mindestens

ein Dutzend Bäume schlugen während

des Sturms in Häuser und parkende

Fahrzeuge, gleich mehrere

Straßenzüge in der Nähe der

Wriezener Tankstelle waren betroffen.

Zahlreiche Anwohner und unzählige Kameraden versuchten nun den angerichteten Schaden zu beheben.

Gerade jetzt zeigten sich viele Anwohner verärgert, da sie bereits seit längerer Zeit darauf hingewiesen haben, dass die, dicht an den Häusern stehenden Bäume irgendwann einmal zur Gefahr werden können.

Heute wurden sie es.

Ungeahnt schwere Äste flogen bis zu 50 m weit durch die Gegend.

             So landete einer etwa im Garten von

             Herrn Prieß, der wie die Anderen auch

             nur von Glück sprechen kann, dass

             keine Personen zu Schaden gekommen sind.

Häuser wurden abgedeckt, Zäune zerschlagen und Fahrzeuge unter Äste begraben.

Ein unglaublicher Anblick, der womöglich bald zur Normalität wird.

 

Julia und ich wurden zu einem vierköpfigen “Vorausteam” eingeteilt, unsere Aufgabe bestand darin die Gehöfte abzugehen, um die Wege frei zu räumen.

Leichtsinniger Weise war mir in diesem Moment nicht bewusst geworden, dass Kameradin Julia schwanger ist und eigentlich überhaupt nicht zum Einsatz mit durfte.

Diese Sachen treten erst dann in den Vordergrund, wenn etwas passiert.

Und so kam es, wie es kommen musste, Julia brach zusammen.

“Scheiße … ! ” Rasch packten wir ihre

Füße, hielten sie hoch, ebenso wurden ihr Decken und Trinken gebracht.

Zur Sicherheit alarmierten die Wriezener Kameraden einen RTW, der sie dann ins Strausberger Krankenhaus brachte.

Glücklicher Weise konnte sie nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus kurze Zeit später wieder verlassen.

Währenddessen warteten Jan, der ebenfalls von der Alarmierung erfuhr und zu uns stieß und ich auf weitere Anweisungen.

Doch unsere Hilfe wurde nicht mehr benötigt, so konnten wir nach einer guten Stunde das sich lichtende Trümmerfeld verlassen.

Die Wriezener Kameraden waren noch bis ca. 17 Uhr mit dem Fällen von in Mitleidenschaft gezogenen Bäumen beschäftigt. Hierfür musste die ehemalige B 167 zeitweise für den Verkehr komplett gesperrt werden.

Ein lächerliches Theater für die Anwohner, die im Endeffekt dann doch zu ihrem recht kamen, einige der Bäume wurden umgehend gefällt.

 


 

Leiser Rückzug aus der Wehr

 

oder

 

Richard Fäthke

 

(23. Juni 2007) 

 

 Völlig unerwartet starb am Dienstag, den 19. Juni Richard Fäthke.

 Am 1.Mai 1965 trat er in den aktiven Dienst ein und gehörte wie die meisten Rathsdorfer Männer auch mit zum Team der Freiwilligen Feuerwehr unserer Gemeinde.

 

 Obwohl er sich mit den Jahren völlig aus dem Feuerwehrdienst zurückzog, half er mit, eine funktionierende Löschgruppe aufzubauen.

 

 Die Beisetzung fand am heutigen Tag im äußerst engen Familienkreis statt.


 

Sonntag morgens

oder

Wetterbedingter Einsatz

(22. Juli 2007)


 

 

Um 9 Uhr 42 hatte der Sonntagmorgen für die Rathsdorfer Kameraden ein abruptes Ende genommen.

Dreimal heulte die Sirene auf.

 

Grund war das am Morgen über unsere Region hinweggefegte Unwetter, vor dem schon am Abend zuvor gewarnt wurde.

Zügig warfen die anwesenden Kameraden (Andreas Topka, Lothar Ewerth, Willi Dewitz, Benny Wartenberg, Stephan Schmidt und Reinhard Jahnke) ihre Einsatzuniform über, um so schnell wie möglich ausrücken zu können.

Doch die dadurch gewonnene Zeit verlor sich in der Problematik unseres Funkgerätes.

Es erfolgte eine ordnungsgemäße Abmeldung unserer Wehr, jedoch konnten wir keine Rückmeldung von der Leitstelle vernehmen.

Hatten sie uns nun verstanden ?

Um hierauf eine Antwort zu bekommen, musste per Telefon die Leitstelle erneut kontaktiert werden, was zunächst ohne Erfolg blieb, da sich bei der gewählten Nummer niemand meldete.

War es die richtige Nummer ?

Erneut wurde angerufen.

Unsere Hilferufe über Funk blieben Gott sei Dank nicht ungehört. Eine weitere Pieperalarmierung erreichte uns bzw. der Wriezener Kamerad Thomas Hartinger fuhr unserer Wehr entgegen, um eine nähere Lagebeschreibung zu geben.

Nun endlich nach mehreren Minuten konnten wir die Einsatzfahrt fortsetzen.

 

Sie sollte uns bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Wriezener Heinrich Lehmpuhlstraße führen.

 

Der Regen war so stark gewesen, dass in Wriezen sämtliche Keller volgelaufen waren.

Die Wriezener Kameraden waren bereits tatkräftig in der Mahlerstraße und die Schulzendorfer Kameraden in der Frankfurter Straße im Einsatz.

Unter Leitung eines Wriezener Kameraden bauten wir eine Wasserstrecke mit insgesamt 6 Saugelängen und 2 B- Schläuchen auf , um das Wasser im überfluteten Keller in den nahe gelegenen Gully zu pumpen.

Was zunächst ohne Erfolg blieb, da das Wasser wieder zurück in den Keller gedrückt wurde,

erst das Auslegen der Schläuche auf die Straße brachte die ersten Erfolge.

 

Nach einer guten Stunde war der Einsatz beendet und die Rathsdorfer Kameraden konnten zur Nachbereitung nachhause fahren.


 

 

“Des großen Bruders rechte Hand” ?

oder

Pumpentausch

(25. Juli 2007)

 

Am gestrigen Dienstagabend erhielt Wehrleiter Heiko Dewitz einen überraschenden Anruf vom Wriezener Kameraden Thomas Hartinger. In diesem Gespräch erfuhr er, dass die Wriezener gerne unsere ältere Einsatz TS mit ihrer bisherigen TS tauschen würden. Grund hierfür war eine bestellte neue Einsatz TS für den Wriezener Löschzug.

Man entschied sich für unsere Wehr, da wir näher an Wriezen lägen und somit, so wie es die vergangenen Einsätze der letzten Monate zeigten, schneller den Wriezener Kameraden zur Hilfe eilen können.

Von daher wäre diese neuere Technik für beide Wehren ein Vorteil.

 

Unsere bisherige TS erhält widerrum die Freiwillige Feuerwehr Haselberg, da sie immer noch mit eine TS 8/8 (DDR- Produktion) zu den Einsätzen ausrücken muss.

 

Wehrleiter Heiko Dewitz wollte jedoch nicht alleine darüber bestimmen, letztendlich wollte er nicht die “Katze im Sack” für uns besorgen, somit nahm er am Tag des Tausches neben Kamerad Willi Dewitz, Marc Lippert, Benny Wartenberg und Tilo Dewitz den Hauptmaschinisten unserer Gemeinde Reinhard Jahnke als tatkräftige Unterstützung mit.

Kamerad Jahnke ließ seinen prüfenden Blick über die TS kreisen.

Dieser und die kurze Einweisung  vom Wriezener Kameraden Jürgen Reichelt, machte die Entscheidung der anwesenden Rathsdorfer wesendlich einfacher.

Mit einem Handschlag und der Übergabe der Bedienungsanleitung  war der Deal perfekt.

 

“4 Mann, 4 Ecken,” lautete die Aufforderung für die Anwesenden , die TS in unser Feuerwehrfahrzeug zu hieven .

Wobei sich allerdings ein Problem einstellte, zwar passte die neue TS auf dem, im Fahrzeug montierten Schlitten, nur ließ sie sich nicht für den sicheren Transport verriegeln, da eine fehlerhafte Schweißnaht im Weg war.

Doch ein Feuerwehrmann weiß sich zu helfen und somit wurde, nach Rückkehr ins Depot, kurzerhand der überstehende Rest einfach weggeflext.

 

Damit ging der Mittwoch voller, reichlicher Ausbeute zu Ende, neben der TS erhielten wir zudem einen Karton mit Ausgehuniformen und einen neuen Saugekorb.

 

Vorsichtig fragten wir uns, wann wir das nächste Mal vorbeikommen können.

 


 

 

Wuseliges Gewusel

 

Oder

 

Wettkampftraining

 

(16. September 2007)

 

 

 

Müde und schwer lagen noch immer die Gedanken in der molligen Wärme des Bettes, da schien der sonnige Sonntagmorgen auch keinen so richtigen Trost zu verbreiten.

 

 

 

Trotzdem konnte man nur staunen, dass pünktlich um 10 Uhr der Gemeindehof und das Feuerwehrdepot von Kameraden nur so wimmelte.

 

Kamerad Lothar schraubt am Stromkabel des Anhängers, Kamerad Reinhard sorgt sich um seine TS, Willi rollt einen Schlauch auf; Kamerad Benny kleidet drei neue “Interessenten” für seine, so wie er es nannte, “Modenschau” ein und unter all dem Gewusel versucht Wehrleiter Heiko Dewitz etwas Ordnung zu bringen, naja wohl eher doch den Überblick zu behalten.

 

Keine Halbe Stunde war vergangen, da pfiff jemand zum Aufbruch und das Gewusel wurde noch wuseliger, jeder wusste aber, was und wo er anpacken musste. Wehe dem, der den Anschluß verpasste, denn mit einem Mal war der Hof genauso schnell leer, wie er sich zuvor gefüllt hatte. Alle anwesenden Kameraden liefen zum Antennenplatz, nur die drei von der baldigen (?) neuen Jugend durften vom Privileg zehren, mit dem Feuerwehrfahrzeug gefahren zu werden. Ein Anreiz muss ja das Feuer am Lodern halten.

 

 

 

Training unter Wettkampfbedingungen hieß unsere heutige Tagesaufgabe. Ein Training aus der eigens von den Altranfter Kameraden ausgeliehenen Lore, die über einem Standrohr, einem B-Schlauch und Adapter mit Wasser gefüllt wurde.

 

Während das wohlvertraute Gewusel wieder seinen Platz unter den Kameraden fand, schien einer auf seinen Spaß nun wirklich nicht zu verzichten, Kamerad Andreas kümmerte sich als Drillinstructor um die drei jungen Zaungäste, potentielle Anwärter, auf einen Rathsdorf- Feuerwehrmann - Frau- Titel:

 

Lukas Topka

 

Steven Weinert

 

Cindy B.

 

Man hätte es schon beinahe als Rache für zahlreiche, neugierige Fragen zum Thema Feuerwehr ansehen können, die sich da der alteingesessene Kamerad überlegt hatte: Liegestütze für alle; 50 Meter-Lauf auf Zeit. “Kein Problem,” dachten sich die

 

Teenies, die zuvor mit der alten, grün okafarbenen Wettkampfkluft ausgestattet wurden, in denen ich bereits meine Anfänge in der Wehr feiern durfte.

 

Mit Elan und Eifer schlugen sich alle drei in ihrem ersten Spasswettkampf in der Freiwilligen Feuerwehr, ohne dabei weitere Fragen außer Acht zu lassen.

 

 

 

Währenddessen verpassten wir, die nur so da standen beinahe das Trockentraining des Wassertrupps. Hier und da wurde noch an der richtigen Methode gepfeilt, bis es endlich zu klappen schien, hätte, ja hätte dann nicht die neu aufpolierte, in der Sonne glänzende TS ihren Geist aufgegeben. Doch eine nichts mehr sagende TS ist für so viele technikbegeisterte Maschinisten kein Problem.

 

Im Nu mit einem Drehen und Ziehen hier und da, jaulte sie mit blauen Rauchwolken auf, als würde sie sagen: ”Gas Baby, gib Gas !” Die endgültige Geburtsstunde einer / unserer funktionierenden TS , deren eigentliche Feuertaufe am kommendem Samstag noch bevorsteht.

 

Auf die Uhr schauend  und von der Zeit getrieben, konnte Hobbyfußballerin und Feuerwehrfrau Nicole den ersten Durchgang kaum noch erwarten. Ihr Termin zum Fußballspiel rückte unbeeindruckt vom Gewusel stets näher. Anders als auf dem Feld kam sie deswegen bei uns nur einmal zum Einsatz, sie verabschiedete sich noch bevor sie als C-Läufer so richtig durchstarten konnte.

 

Ein Grund mehr, warum es noch wuseliger wurde. Ersatz musste rasch geholt werden. Kurzer hand entschloss man sich deshalb erneut bei Kamerad Marko zu klingeln.

 

Fiebrig, verschlafen und mit kränkelnder Stimme stand er nur wenig später in der nun kompletten Mannschaft, welche hoffentlich mit neuer TS den Pokal nach hause holen wird:

 

 

 

Maschinist: Heiko Dewitz

 

Saugekorb: Willi Dewitz

 

Saugelängen: Lothar Ewerth, Benny Wartenberg

 

C-Läufer: Nicole Heinhaupt, Stephan Schmidt

                                            B-Läufer: Jan Abramowski


 

 

Funkenflug

Oder

Herbstfeuer

(3. November 2007)

 

 

Noch am Sonntagmittag wog die kühle Herbstluft um ein vielfaches mehr, schwer von verbranntem Holz lag sie wie ein Schutzmantel über unserem Dorf.

 

Vom großen Holzhaufen war jedoch nichts mehr zusehen, groß lag er am Vortag auf dem altbewerten Platz am Schulgarten.

Unsere Feuer, die die Löschgruppe Jahr für Jahr zünden, werden allmählich zur Tradition. Dieses Mal hatten wir Bange davor, dass uns die Zuschauer fern blieben würden, da wir keine Einladungen in die Briefkästen warfen, aber der “Dorffunk” ging auch ohne öffentliche Bekanntmachung.


Bereits um 16 Uhr trafen sich vereinzelte Kameraden, um die restlichen Holz- und Geästhaufen, die noch hier und da herumlagen auf den großen Scheiterhaufen zu werfen. Anschließend mussten wir uns über die Frage, ob wir das neue, große Festzelt aufstellen sollten, den Kopf zerbrechen.

Wobei uns durch das nass kalte Wetter und das Absagen vieler Kameraden die Entscheidung  nicht wirklich schwer fiel. Also wurde kurzer hand der alte Pavillon aufgestellt, worunter Kamerad Lothar Ewerth nebst Frau die Bouletten und Bröttchen zubereiten konnte bzw. die Musikanlage Platz fand.

Wiedererwartend füllte sich allmählich der untere Teil des Schulbergs mit Rathsdorfer, Alt- und Neugaulern, zwar kamen nicht so viel, wie in den vergangenen Jahren, aber trotzdem feierten wir schon einmal den ersten Jahresausklang in gemütlicher Runde.

Um 19.00 Uhr war es nicht nur schon seit Stunden stockdunkel, es war auch Zeit, das Feuer zu zünden, dieses Mal durften Kamerad Jan Abramowski und Kameradin Nicole Heinhaupt ihr Glück versuchen, den völlig durchnässten Haufen anzuzünden, was nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte.

Aufkommender Wind gab sein Eigenes dazu und ließ die Flammen gefährlich hoch schlagen.

Obwohl der Haufen nicht die Größe der vergangenen erreichte, bot er trotzdem ein anfangs spektakuläres  Flammenschauspiel.

Kurzzeitig konnte man leichte Hektik bei den Kameraden, die für die Brandwache zuständig waren, erkennen. Es dauerte kaum vier Stunden, da konnten allmählich Nicole und Sven Heinhaupt, Benny Wartenberg, Stephan Schmidt  und Jan Abramowski aufatmen, der Scheiterhaufen verlor von Minute zu Minute an seiner Größe.

Trotz der zunehmenden Kälte harten einige eingefleischte Kameraden noch bis ca. Acht Uhr frühs am Aschehaufen aus, ehe auch sie die nötige Wärme der Betten aufsuchten.


 

 

Wiederholungskurs- Erste Hilfe Training

Oder

Frust

(17. November 2007)

 

 

Bereits im vergangenem Jahr sollten die Wehrführer einen Kameraden aus den eigenen Reihen benennen, der sich ausgiebig mit dem Thema Erste Hilfe auseinander setzen und somit die Kameraden der Wehr in diesen Maßnahmen auf dem Laufenden halten solle.

 

Die Wahl von Heiko Dewitz fiel auf seinen jüngeren Bruder, mich, Tilo Dewitz.

Schon lange hieß es aus Wriezen, dass diese Auserwählten einen Erste Hilfe Kurs absolvieren müssen,

der dieses Jahr nun endlich erfolgte.

 

Am Sonnabend, den 17. November sollten sich die Trainees um 9.00 Uhr im Wriezener Feuerwehrgebäude antreffen.

So jedenfalls die Theorie.

Kurz nach 9 standen drei einsame Seelen, vor Kälte bibbernd, wartend in der Feuerwehrgasse

Nummer 4. “So, ich gehe jetzt rein, Ihr könnt in 5 Minuten nachkommen,”so die Ausbildungsanwärterin Frau Borth, die mit zehn gemeldeten Kameraden der Ortswehren von Wriezen rechnete.

Zum Glück für sie und uns kamen letztendlich sechs Kameraden aus Biesdorf, Haselberg, Frankenfelde, Schulzendorf und Rathsdorf zusammen.

Wir freuten uns schon auf einen vorgewärmten Raum und waren schon gespannt was uns erwarten würde.

Oben angekommen blieb nur noch das gespannte warten, anscheinend hatten die Wriezener Kollegen vergessen die Heizkosten zu bezahlen, jedenfalls lohnte es sich kaum die dicke Jacke auszuziehen, so saßen wir merklich zusammengekauert an einer langen Versammlungstafel und warteten wie unsere Ausbilderin auf die Dinge, die da irgendwann auf uns zu kommen sollten.

Fehlendes Material, ein, durch den Bahnstreik zu spät kommender zweiter Ausbilder (Herr Lazik, vom Malteser) und die obligatorische Bürokratie, ließen den Beginn der Ausbildung  weit nach hinten verschieben.

Lange Gesichter bekamen wir alle, als uns 1. mitgeteilt wurde, dass der Lehrgang bis 16.00 Uhr andauern soll,

2. wir festgestellt haben, dass es, anders als uns mitgeteilt wurde, keine Verpflegung geben wird,

3. wir vor Beginn des Lehrgangs ein Schein für die Ausbildung hätten abgeben müssen, worüber wir jedoch nicht informiert wurden

und 4. ach die Liste könnte man jetzt noch weiterführen… .

 

Mit praxisnahen Erfahrungen aus vergangenen Zeiten fand der Sanitäter Lazik einen interessanten Einstieg in dieses Thema, anschließend wurde, was an eigentlich zwei Tagen mit jeweils acht Stunden abgehalten werden müsste, in nur sechs Stunden wie in einem Crashkurs der Ersten Hilfe alles mal kurz angerissen, wobei die praktischen Übungen nicht außer Acht gelassen wurden.

Für jemanden, der mit den Maßnahmen der Ersten Hilfe wohl vertraut ist, gab es kaum Neues:

Auslassen der Pulsmessung bei Bewusstlosen,

eine völlig neu überarbeitete (stabile) Seitenlage,

ein anderes Verhältnis von Herzdruckmassage und Beatmung,

ließen bei vereinzelten Kameraden staunende Gesichter hervorrufen. Kein Wunder so liegt der letzte Erste Hilfekurs bei einigen mehr als 20 Jahre zurück.

 

Man lernt nie aus.

 

Nach durchgefrorenen sechs Stunden wurden wir mit neuem und altem Wissen in den Samstagnachmittag entlassen. Jetzt heißt es alles noch einmal Revue passieren lassen und bei den nächsten Mitgliederversammlungen  meine Kameraden in die neue Technik u.a. der Seitenlage zu

instruieren.


 

 

Überraschung vor dem Feste

Oder

Weihnachtsfeier 07

(8. Dezember 2007)

 

 

Jung und alt an einer Tafel, fast alle Kameraden der Löschgruppe Rathsdorf treffen sich regelmäßig im Dezember, um die letzte Mitgliederversammlung des Jahres zu feiern.

Mag sein, dass der Ablauf für den Wehrleiter Heiko Dewitz Jahr für Jahr wiederholt, doch dieses Mal begann die Weihnachtsfeier mit einer letztendlich doch nicht geheim gehaltenen Überraschung.

Stadtbrandmeister Jürgen Reichelt gesellte sich, zwar verspätet, zu dieser Runde. Nicht einfach so, er hatte einen gewissen Grund: Die Beförderung unseres Wehrführers zum Hauptlöschmeister